Auf zu den Maya-Pyramiden

Wir verließen die schöne Stadt Valladolid schon um 7:30 Uhr morgens, um zu den bekanntesten Ruinen der Maya in Mexico nach Chichén Itzá zu fahren. Am frühen Morgen soll es dort noch nicht so voll sein, denn die Reisebusse mit den Menschenmassen aus Cancun kommen erst gegen 11 Uhr, zudem ist es morgens noch nicht so heiß, die Temperaturen steigen täglich auf > 40 Grad.

Wir erreichten den Eingang zu dem UNESCO Weltkulturerbe eine Stunde später und es war tatsächlich noch nicht viel los. Die unzähligen Verkäufer bauten auf dem Gelände gerade ihre Stände auf und wir durften die 30 Meter hohe Hauptattraktion, die Kukulcán Pyramide gemeinsam mit nur wenigen anderen Frühaufstehern bewundern. Das Bauwerk ist in seinen Ausmaßen und einer Kantenlänge von 55 Metern wirklich gigantisch. Wahnsinn, wozu die Bewohner dieser Region schon vor über 1000 Jahren fähig waren.

Wir spazierten 3 Stunden über das riesige Areal und bestaunten die mächtigen Ruinen. Tobias las uns an den Hauptatraktionen aus dem Reiseführer vor und versorgte uns somit mit den notwendigen Hintergrundinformationen. Dank der zahlreichen Shoppingmöglichkeiten konnte er sich unterwegs mit einigen Souvenirs für seine Kinder und sich eindecken. Nach und nach wurde es immer voller und als wir gegen Ende unserer Runde am Ballspielplatz der Maya ankamen, war der Hauptplatz vor der großen Pyramide voll mit Gruppen aus den bereits angekommenen Reisebussen. Jede Gruppe war an der Farbe der Regenschirme, die als Schutz vor der Sonne getragen wurde, zu erkennen.

Die Ballspiele waren eine bedeutende Zeremonie der Maya. Auf den großen Spielfeldern versuchten die gegeneinander antretenden Mannschaften einen schweren Ball durch einen Ring zu schlagen, was von hunderten von Zuschauern bejubelt wurde. Diejenigen, die es öfter schafften, waren die Gewinner. Die Verlierer des Spiels wurden am Ende sogar oft geopfert. Somit glichen die Spiele eher den Gladiatorenkämpfen aus dem alten Rom als heutigen Sportveranstaltungen. Raue Sitten damals…

Am späten Vormittag flohen wir vor den Menschenmassen und der Hitze in unser klimatisiertes Auto. An diesem Tag wollten wir noch ca. 150 Kilometer bis an die Küste nach Dzilam de Bravo zurücklegen, wo wir uns eine Hütte gemietet hatten. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Mittagshalt in der gelben Stadt Izamal. Der Name kommt daher, da alle Gebäude in der Altstadt gelb angestrichen sind. Nachmittags erreichten wir dann die Küste und unsere gemütliche auf Stelzen erbaute Hütte in der Nähe des Strandes. Das Wasser war hier allerdings braun, da es hier viel Seegras gab, das zur Zeit auch in anderen Regionen Yucatans ein großes Problem für den Tourismus ist. Der Ort komplett abseits des Tourismus war dafür umso gechillter. Wir kaufen uns ein Sixpack und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang auf einem Holzsteg im Meer.




Markus Verfasst von:

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